Kirchenvorstandswahl in der Evangelischen Kirchengemeinde Hofheim/Ried

 
Am Sonntag, dem 13. Juni 2021, fand in Hofheim – wie in allen Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) – die Wahl des neuen Kirchenvorstands statt. In diesem Jahr wurde sie in Hofheim als „Allgemeine Briefwahl“ durchgeführt. 1.494 Wahlberechtigte hatten die Chance, bis zu diesem Sonntag um 18 Uhr ihre Stimmen per Briefwahl abzugeben. 523 Gemeindeglieder machten davon Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag also bei erfreulichen 35 %.
 
Um 17 Uhr traf sich der Wahlvorstand unter Leitung ihres Vorsitzenden Hans Herbert im Gemeindehaus zur Vorbereitung der Stimmauszählung, die pünktlich um 18 Uhr begann. Da zunächst alle Briefwahlumschläge geöffnet werden, die Wählerschaft mit der Wählerliste verglichen und die Stimmzettel auf ihre Gültigkeit überprüft werden mussten, dauerte die Auszählung diesmal länger als bei vorherigen Kirchenvorstandswahlen. Die Kandidierenden der Wahl mussten nach 20 Uhr noch ein wenig ausharren, bis das vorläufige Wahlergebnis verkündet werden konnte.

Dieses war dann umso erfreulicher: Alle 13 Kandidatinnen und Kandidaten wurden in den neuen Kirchenvorstand gewählt. Dies war erstmals möglich, nachdem die EKHN ein neues Wahlverfahren eingeführt hatte, bei dem alle Kandidatinnen und Kandidaten gewählt sind, sofern sie mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen erhalten. Alle Kandidierenden erhielten eine komfortable Anzahl von Stimmen, die deutlich über dieser Mindestzahl lag.

So freute sich Pfarrer Holger Mett und der Vorsitzende des Wahlvorstands Hans Herbert, den gespannt wartenden Kandidaten das vorläufige Wahlergebnis mitteilen zu können.
 

Folgende Personen wurden in den neuen Kirchenvorstand gewählt (vorläufiges Wahlergebnis):

Daniela Flick
Christine Göttig
Jennifer Herrmann
Regine Hindel
Ulrike Hofmeister-Knaup
Isabell Mayer
Christoph Mossau
Helga Schaefer
Jürgen Scheubeck
Torsten Volkert
Claus Wegerle
Estella Wetzler (Jugendmitglied)
Heike Witt
Nico Witt (Jugendmitglied)
 

In einem Gottesdienst am Sonntag, dem 5. September 2021 um 10 Uhr, wird der neue Kirchenvorstand in sein Amt eingeführt. Im gleichen Gottesdienst werden die ausscheidenden Kirchenvorstandsmitglieder verabschiedet.
 
Pfarrer Holger Mett beglückwünschte die gewählten Kandidaten und bedankte sich herzlich bei den Mitgliedern des Wahlvorstands für ihre gute Arbeit.

 

Der Gottesdienst ist der geistige Mittelpunkt unseres Gemeindelebens. Dies gilt vornehmlich für den Sonntagsgottesdienst, aber auch für alle anderen Gottesdienstformen zu verschiedenen Zeiten in der Woche und im Jahresablauf.

Auch wenn Wunsch und Wirklichkeit manchmal weit auseinander liegen, wenn theologischer Anspruch und geistliche Erwartung sich manchmal nicht mit der konkreten Erfahrung decken, so halten wir doch daran fest, dass der Gottesdienst das zentrale Geschehen unserer Kirchengemeinde ist. Im Hören auf Gottes Wort suchen wir den Sinn und Inhalt unseres Lebens als Christen in Hofheim. Im Gebet und im Gesang vereinigen wir uns vor Gott mit Lob und Dank, mit Bitte und Fürbitte, mit dem Bekenntnis unserer Unzulänglichkeit und der Hoffnung auf Gottes Gnade und Erneuerung. Im Gottesdienst suchen wir eine Freude, die uns woanders nicht geschenkt werden kann.

 

Gottesdienst am Sonntag

Sonntags immer um 10.00 Uhr, am zweiten Sonntag des Monats um 18.00 Uhr.

In der Regel einmal im Monat Abendmahl. Kirchenchor oder Posaunenchor gestalten den Gottesdienst musikalisch mit.

 

 

Andachten im Jahresverlauf

Besondere Wochenandachten, bzw. Gottesdienste mit eigenem Charakter zu den christlichen Hoch-Zeiten:

Wöchentliche Adventsandachten vor Weihnachten. 2006 gestalteten wir zum ersten mal einen sog. „begehbaren Adventskalender“: Vom 1. bis 23. Dezember trafen wir uns jeweils an einem anderen Haus, bzw. Fenster in Hofheim und gedachten mit Liedern und einer Adventsgeschichte der Bedeutung des Advent. Ein gemütliches Beisammensein bei Tee, Glühwein und Plätzchen rundete die Zusammenkünfte ab. Katholische Christen nahmen unsere Einladung zur Mitgestaltung gerne an. Der Zuspruch bei der Bevölkerung in Hofheim freute uns sehr und bestärkte uns darin, den „begehbaren Adventskalender“ in diesem Jahr wieder durchzuführen.

Bei den vier Adventssonntagen hat sich in den vergangenen Jahren eine Tradition entwickelt: Den Gottesdienst zum 1. Advent gestalten die Konfirmanden, am 2. Advent Frauen aus der Gemeinde, am 3. Advent ist der Gottesdienst vorwiegend musikalisch.

Am Altjahresabend ein sehr besinnlicher Gottesdienst mit vier begehbaren Stationen: Dank (Kerzen), Zurücklassen (Scherben), Hoffnung (Samen), Segen (persönlicher Segenszuspruch mit Handauflegen).

In der „Allianzgebetswoche“ im Januar gestaltet unsere Gemeinde einen Gebetsabend im Gemeinschaftshaus der „Liebenzeller Gemeinschaft“ mit. Dieser zu einer Tradition gewordene Brauch wird aber zunehmend als problematisch erlebt.

In den Wochen vor Ostern: Passionsandachten.

Der Gottesdienst an Gründonnerstag findet im Saal unseres Gemeindehauses statt. Im Mittelpunkt steht eine Form des Abendmahls als Sättigungsmahl.

Seit 10 Jahren gestaltet der Kirchenvorstand eine Osternachtsfeier um 6.00 Uhr am Ostersonntag. Anschließend wird zum Osterfrühstück ins Gemeindehaus eingeladen.

An Christi Himmelfahrt feiern wir – wenn es das Wetter erlaubt – im Freien, in der näheren Umgebung Hofheims oder auf der Wiese hinter der Kirche.

In der Friedensgebetswoche feiern wir gemeinsam mit der katholischen Gemeinde drei Andachten, dazu gehört der ebenfalls ökumenisch durchgeführte Buß- und Bettagsgottesdienst.

 

Die ökumenische Partnerschaft mit der katholischen Kirchengemeinde hat sich besonders im Hinblick auf gemeinsame Gottesdienste sehr bewährt. Dazu gehören auch Schulgottesdienste und ähnliches.

 

 

Seit vielen Jahren besteht ein gewachsenes und bereicherndes Miteinander der beiden christlichen Kirchengemeinden in Hofheim. Es gründet auf der freundschaftlichen Verbundenheit einzelner Christen beider Konfessionen, auf dem guten und vertrauensvollen Verhältnis der beiden Pfarrer zueinander und auf dem Bewußtsein für die vielen Gemeinsamkeiten im Glauben, der uns verbindet. Die katholische Kirche St. Michael war mehr als 200 Jahre lang Gotteshaus für evangelische und katholische Christen in Hofheim. Diese Zeit war freilich mehr von einem Neben- (wenn nicht gar einem Gegen-) als einem Miteinander der beiden Konfessionen geprägt. Dies ist heute gottlob nicht mehr so. In vielen Bereichen berührt und verbindet sich das Leben und Wirken beider Gemeinden:

- Zu verschiedenen Anlässen werden ökumenische Gottesdienste gefeiert (Friedensgebet, Buß- und Bettag, Schuljahresanfang, ökum. Trauungen, ...) Die neuste Errungenschaft ist ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Kirchenvorplatz zur Eröffnung der „Howemer Kerb“. Die Initiative dafür ging von unserer Gemeinde aus und wurde von der kath. Gemeinde bereitwillig aufgegriffen. Bei der Hofheimer Bevölkerung fand diese Neuerung rege Zustimmung.

- Seit 2005 gibt es regelmäßige (3 mal im Jahr) ökumenische Glaubensgespräche, zu denen alle Interessierte eingeladen sind. Die Gespräche finden wechselweise in beiden Gemeindehäusern statt. Einige Themen: Was ist typisch evangelisch/katholisch? Rechtfertigung, Abendmahl, Taufe, konfessionelle Sondergruppen, Beerdigungspraxis. Der Zuspruch ist groß, 30 bis 40 Leute nehmen an den Gesprächen teil.

- Zu den festen Traditionen gehören die gegenseitigen Besuche von Festen und Veranstaltungen (z.B. Sommerfest, Künstlermarkt usw.).

- Ein ökumenischer Jugendchor widmet sich vor allem der Gospelmusik.

- Die beiden Kindergottesdienstgruppen führen gemeinsame Veranstaltungen durch.

- Die Seniorengruppen beider Gemeinden treffen sich zwei mal jährlich zur Fastnacht und zum Grillnachmittag im Sommer.

 

 

Angebote für Kinder und Jugendliche


Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bildet einen wichtigen Schwerpunkt in unserer Gemeindearbeit.

Für Kinder gibt es:

  • Den Kindergottesdienst, der jeden ersten Sonntag im Monat von 10 - 12 Uhr (außer in den Ferien) gefeiert wird,
  • Die Kindergruppe für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren, die sich montags um 15.00 Uhr mit einem abwechslungsreichen und spannenden Programm trifft.
  • Die „Holzwürmer“:  Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren, die sich jeden Donnerstag von 15.00 bis 16.00 Uhr in der Regentropfen-Werkstatt treffen und mit Holz arbeiten.


Für Jugendliche wird angeboten:

  • Der Ex-Konfi-Klub für alle ehemaligen Konfirmanden bis 18 Jahre im Haus Billau mittwochs ab 18.00 Uhr.
  • Der „Treff der Howwemer Jugend“ ab 16 Jahren jeden Freitag ab 19.00 Uhr im Haus Billau


Daneben finden regelmäßig Kinderbibeltage, Jugendgottesdienste, besondere Events für Jugendliche sowie Kinder- und Jugendfreizeiten in unserer Gemeinde statt. Ebenso können mehrere Bands einen Raum in unserem Gemeindehaus als Proberaum nutzen.

Und im Jugendkompetenzteam treffen sich regelmäßig die Jugendlichen, die daran Interesse haben, die Arbeit für Jugendliche in unserer Gemeinde mitzugestalten


Ihre AnsprechpartnerInnen:

Kindergottesdienst: Nicola Mett (Telefon 80307);
“Holzwürmer“: Christine Göttig (Telefon 81899),  Thilo Götz (Telefon 201708);
Howwemer Jugend: Sabrina Meißner (Telefon 0160-8081348);
Für alle anderen Gruppen und Angebote: Thilo Götz, Gemeindepädagoge (Telefon 201708).

Eine besondere Institution in der Hofheimer Gemeinde ist die Regentropfen-Werkstatt, die am 26. Februar 2012 ihren 30. Geburtstag feiern konnte. Unsere Arbeit versteht sich als Teil der Gemeindearbeit unserer Kirchengemeinde.

Etwa 40 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Alter von 10 bis 70 Jahren, Schüler/innen, Hausfrauen, Berufstätige, Praktikant/innen und Rentner betätigen sich gemeinsam in einer Werkstatt, in der wir Spielsachen, Gebrauchsgegenstände, Oster- und Weihnachtsartikel, Schmuck sowie andere Utensilien aus Holz herstellen. Besonders gefragt sind unsere Namenspuzzles und unsere aus Holz gefertigten und mit einem Stein verzierten Schutzengel. In regelmäßigen Gruppentreffen und Werkabenden fertigen wir mit Sorgfalt und Kleinarbeit unsere Artikel, die ihren Preis gewiss wert sind.

 

Ein Großteil des Erlöses unserer Artikel ist seit der Gründung unserer Werkstattarbeit im Jahre 1982 für ein Dorfentwicklungsprogramm der Christusträger-Communität in El Manantial im Gran Chaco an der Grenze zwischen Argentinien und Bolivien bestimmt. Wir unterstützen damit, im Buschwald Südamerikas eine Krankenpflegestation, eine Schule mit Internat und eine genossenschaftlich verwaltete Musterfarm zu unterhalten.

 

Regentropfen - Werkstattarbeit, das bedeutet:

- gemeinsame Arbeit der verschiedenen Altersgruppen und die Möglichkeit zum Gespräch,

- Einübung von geistlichem Leben durch Arbeit, Andacht und Gebet,

- integratives Zusammenfinden von unterschiedlichen Menschen,

- gerade in der Jugendgruppe die Möglichkeit zum Austausch und zur Problemlösung.

 

Dabei ist unser Aushängeschild das Regentropfen-Lädchen, in dem wir neben Gemeindebasaren und anderen Veranstaltungen unsere Artikel zum Verkauf anbieten, jedoch auch jeder eingeladen ist, während unserer Öffnungszeiten auf eine Tasse Kaffee vorbeizukommen und sich zu unterhalten.

 

 

Die Arbeit ist aus dem Kontakt mit den Christusträgern, einer ev. Bruderschaft in Bensheim-Auerbach und der Steppenblüte, einer Basler Kommunität, angeregt, im Februar 1982 entstanden und fand ihren ersten Raum im Keller des Hofheimer Pfarrhauses, bis wir nach einem Jahr in zwei kleine Häuser umziehen konnten, die mit viel Einsatz hergerichtet wurden, nachdem der ehemalige Kindergarten und das über 100jährige Gemeindeschwesternhaus fast 10 Jahre leer gestanden hatten. Ein Gemeindeglied und leitender Mitarbeiter hat die beiden Gebäude gekauft und stellt sie der Werkstattarbeit im Prinzip kostenlos zur Verfügung. Die Werkstatt soll in den kommenden Jahren jedoch einen Umzug zum Haus Billau erfahren.

 

Wir versuchen mit unserer Arbeit mehrere Ziele zu verfolgen:

  1. Die normalen Formen der Gemeindearbeit so zu ergänzen, dass Gelegenheit gegeben ist, gemeinsam für einen Punkt dieser Welt Verantwortung zu übernehmen und mit unseren Möglichkeiten und Gaben (die mancher erst bei der Arbeit entdeckt)anderen Menschen zu helfen und für unser eigenes Leben Inhalt hinzu zu gewinnen.
  2. Durch die entstehenden Kontakte mit anderen Gemeinden und mit der Kirche fernstehenden Menschen unseren Glauben auf unsere Weise glaub-würdig zu bezeugen.
  3. Durch den Umgang mit unseren Materialien und unseren Mitarbeitern eine neue Form von solidarischem und verantwortlichem Leben zu entwickeln und einzuüben.

 

Wir freuen uns über die vielen Kontakte, die wir durch unsere Arbeit knüpfen konnten, über eine gute Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden  und über das Interesse und die Ermutigung, die wir immer wieder erfahren konnten.

 

Die Regentropfen-Arbeit ist ebenso verbunden mit den Gottesdiensten und anderen Aktivitäten in unserer Kirchengemeinde.

 

 

 

"Einer, der sein Kleid abgibt einem armen Kind, ...

Einer, der die Tür aufschließt, dem der draußen friert, ...

Einer, der das Brot austeilt dem, der Hunger hat, ...

Einer, der sein Leben gibt einer verlornen Welt, ...

Der ist wie ein Tropfen auf den heißen Stein,

er kann der Anfang eines Regens sein,

er kann der Anfang neuen Lebens sein."

 

Kontakt:

Karl-Heinz Jakob (Vorstand)